Reaktion auf Stern Artikel: „Wütend bis in den Tod“

Sehr geehrte Stern Redaktion,

In Bezug auf ihren Artikel „Wütend bis in den Tod“ (Stern 31, 28-7-2016) über Amokläufer und Terroristen möchte ich Folgendes mitteilen.

Während Regierung und Polizei auf der Suche nach den „Motiven“ der Täter sind, werden die tiefer liegenden Ursachen dieser Übeltaten verkannt und kaum oder nicht angesprochen.
Die Hauptursachen sind in drei Aspekte zu unterteilen:

  1. Terrorismus, ausgeführt in westlichen Ländern, ist zu verstehen als ein (relativ kleines) Echo der tödlichen (Kriegs-)Aktivitäten welche die Westliche Staaten in muslimischen Ländern (meist mit Öl- und Gasvorkommen) seit mehreren Jahrzehnten unternehmen.
  2. Im Koran befinden sich zwei Dutzend Aufforderungen um  „Ungläubige“ zu töten. Gott sei Dank lesen die meisten Muslimen diese Texte nicht und bleiben somit normale und friedliebende Menschen. Diejenigen aber, die diese Texte eingehend studieren und sie als Wort Gottes betrachten und deshalb sehr ernst nehmen, fühlen sich verpflichtet diesen Aufruf Gehör zu leisten.
  3. Der meist übersehene (und auch verschwiegene) Faktor bei allen Amokläufen (einschließlich der des Lufthansa Piloten) ist: alle Amokläufer waren in ärztlicher Behandlung wegen psychischer Probleme und benutzten Psychopharmaka. Fachärzte wissen sehr wohl dass diese pharmazeutische Produkte eine Suizid Tendenz verstärken oder auch kreieren. Das verhexte dabei ist weiter, dass gerade beim Absetzen dieser Pillen der innere Drang sich selbst und andere zu töten signifikant zunimmt! (erweiterter Suizid Gefahr)

So lange diese drei Faktoren nicht berücksichtigt werden, können Amokläufe und terroristische Anschläge nicht richtig verstanden werden und werden weiter stattfinden. Eine bleibende Lösung dieses Problems kann nur auf ethischer und ideologischer Ebene herbeigeführt werden – niemals durch Gewalt.

Drs. F. Langenkamp,
Kulturantrhopologe.

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